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Das bin ich

Hallo, ich bin Caterina.

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Und nein, ich hatte nicht schon als Kind den Traum, einmal Proktologin zu werden. Das ist eher zufällig passiert

 

– wobei: Gibt es wirklich Zufälle? ;-)

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Meine Geschichte

Nach meinem Facharzt war ich für einige Zeit in Indien. Dort sollte ich bei einem jungen Mann eine Hämorrhoiden-Operation durchführen. Massive Vergrößerung, kaum Übersicht – und mir wurde ziemlich deutlich bewusst, wie wenig Erfahrung ich auf diesem Gebiet hatte. Zurück in Deutschland dachte ich: „Vielleicht sollte ich mir doch mal etwas mehr Po anschauen“ – ich dachte dabei an so zwei oder drei Wochen. Wohin das geführt hat, siehst du ja heute.

(Dass daraus einmal ein großer Teil meines beruflichen Lebens werden würde, hätte ich damals nicht gedacht.) Was mich bleiben ließ, waren nicht die Hämorrhoiden und auch nicht die Operationen. Sondern die Menschen. Denn relativ schnell habe ich gemerkt, dass es in der Proktologie oft um viel mehr geht als um eine medizinische Diagnose. Es geht um Angst. Um Scham. Um Schmerz. Um Anspannung. Um Kontrolle und Loslassen. Um Körperempfinden. Um Intimität. Und sehr oft um Themen, über die noch nie mit jemandem gesprochen wurde.

Gleichzeitig habe ich erlebt, wie viele Menschen über Jahre mit Beschwerden leben, bevor sie Hilfe suchen. Wie viel Lebensqualität verloren gehen kann. Und wie selten nach den Auswirkungen auf Alltag, Beziehungen oder Sexualität gefragt wird.

 

 

 

Natürlich geht es in der Medizin immer um Menschen und nicht nur um Diagnosen. In der Proktologie wurde mir das jedoch noch einmal vor Augen geführt / Doch in einem Tabubereich gilt das umso mehr.

Ich wollte verstehen: Was macht Angst mit unserem Körper? Welche Rolle spielt Scham? Warum verstärken sich manche Beschwerden gegenseitig? Warum erleben zwei Menschen dieselbe Diagnose völlig unterschiedlich? Und warum geht es oft nicht nur darum, was jemand hat – sondern auch darum, was das mit seinem Leben macht? Genauso wichtig finde ich es, herauszufinden, was uns hilft, mit unserem Körper, unseren Beschwerden und unserem Leben möglichst gut zurechtzukommen.

Diese Fragen haben mich nie losgelassen.


So kamen im Laufe der Zeit weitere Themen dazu: Notfallmedizin, Palliativmedizin und Psychoonkologie, die intensive Beschäftigung mit dem Nervensystem, das Erlernen von therapeutischen Ansätzen wie Somatic Experiencing® und NARM® sowie später die Sexualmedizin.

Heute möchte ich dazu beitragen, dass Themen rund um Po, Darm, Beckenboden und Sexualität mehr Raum bekommen. Nicht nur bei Betroffenen, sondern auch bei Ärzt:innen, Therapeut:innen, Hebammen, Pflegekräfte, Physiotherapeut:innen, Heilpraktiker:innen und vielen anderen, die Menschen auf ihrem Weg begleiten. Meist hatten sie in ihrer Ausbildung nur wenig Berührung mit diesen Themen. Aber auch in Schulen und überall dort, wo Menschen miteinander ins Gespräch kommen. Denn wir alle haben nur diesen einen Körper. Er begleitet uns ein Leben lang und vollbringt täglich Wunderbares.


Ich finde, er verdient es, dass wir ihn ernst nehmen. Dass wir lernen, auf ihn zu hören, wenn er mit uns spricht. Und ich glaube fest daran, dass Wissen helfen kann, Zusammenhänge besser zu verstehen, sich selbst und den eigenen Körper ernst zu nehmen und Tabus ein Stück aufzuweichen.

Ich wünsche mir, dass Menschen Fragen stellen. Dass sie Hilfe suchen, wenn sie sie brauchen. Dass sie ihren Beschwerden und Bedürfnissen Gehör schenken. Und dass sie den Mut finden, für sich zu gehen. Denn letztlich geht es nicht nur um Gesundheit. Sondern um Lebensqualität.

Genau daraus ist Apropos Po entstanden – und entwickelt sich seitdem ständig weiter.

Und ehrlich gesagt hätte ich damals in Indien wohl nie gedacht, dass aus den geplanten zwei oder drei Wochen „mehr Po anschauen“ einmal dieses Projekt entstehen würde.

Schön, dass du da bist.

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MEHR WISSEN
WENIGER SCHAM.

Gesundheitsaufklärung rund um Po, Darm, Beckenboden & Sexualität

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